Freitag, 30. Dezember 2011

machs gut 2011...


ach 2011, du und ich wir hatten es nicht immer leicht miteinander. es hat schon schwierig begonnen. mit ängsten, kurzen nächten und erinnerungen an einen anderen januar. aber es gab ja auch immer die guten dinge. die, die mit einem neuen kleinen menschen zu tun haben, einer bahnfahrt und ganz viel lachenden gesichtern.

ich habe angefangen sätze zu sammeln und später kamen noch astronautengeschichten dazu.

dann war da am anfang noch dieser zustand des sich-nicht-freuen-könnens, der sich bis in den april zog. und der am ende recht behalten sollte. auch so eine sache, die ich 2011 gelernt habe und mitnehme, ja sie mir vielleicht sogar auf die stirn schreiben werde: "hör auf deinen bauch." man tut es oder man tut es nicht. das ist alles. am ende dann hab ich es getan.
dann war alles wechselhaft und so rückblickend weiß ich gar nicht genau, was wann war.

es gab im frühling eine wunderschöne reise an einen wunderschönen see, dann kam paris, eine flugreise nach hause und am ende noch ein lichtermeer. es waren alles ganz großartige momente und vielleicht die schönsten des jahres. bestimmt sogar. ganz viel jetzt-zeit.

aber zurück: im april begann dann etwas neues. mit aufregung und neugier und ganz vielen veränderungen. leider gab es auch viele enttäuschungen, wut und wahrgewordene befürchtungen. ich habe entscheidungen getroffen und manche dinge begriffen, über die ich schon lange nachdenke. am ende habe ich das alles überlebt. mal wieder. und bin stärker geworden. und klüger. bestimmt.
und wie froh ich sein kann, jemanden zu haben, der einen zusammenhält. der gleichzeitig rückgrat und herz und muskelmasse ist. in solchen zeiten. manchmal reicht das schon.


es gab eine taufe, einige geburtstage und ganz viel familie. es gab viele gute menschen, ein paar neue tolle und ganz bewusst auch weniger schlechte. frei machen und merken, wie gut das ist.

wir herzprosamädchen haben geschrieben, vorgelesen, sätze auf postkarten gedruckt und ganz viele pläne geschmiedet. immer gab es vorfreude mit glitzerkügelchen im bauch.

es gab viele tage zwischen leichtigkeit und schwermut, ich habe mich erinnert, vermisst und getrauert, habe gelacht, gelebt und ganz viel geliebt. eines morgens bin ich sogar aufgewacht und habe gesungen. yipi ya yeah. ich habe viel protestiert, gedacht und in frage gestellt. systeme, vorschriften und lebenspläne. habe gekämpft, war trotzig und wütend. ich werde das weiterverfolgen und eine bande bilden. und 2012 werden wir viel mehr daraus machen.

wir waren viel am wasser, an der luft und haben uns sterne angeschaut. wir haben das tollste konzert besucht und den schönsten film gesehen. wir haben gemalt, gebastelt und uns dinge ausgedacht. don´t let the bastards get you down.


ich habe einen der wichtigsten menschen verabschiedet, herzmädchen, heimat und zu hause. wissen, dass sie aus einen guten grund geht und sie trotzdem immer vermissen. gleichzeitig ein neuanfang, ein großer. glück wird in kisten in unsere wohnung getragen.
das alles gleichzeitig und immer. irgendwie.

am ende noch mal dasitzen und den neuen ausblick genießen.
-dabei nachdenken über die letzten jahre. die letzten zwischentage. über wünsche und neuanfänge und ängste und das alles. und feststellen, dass es selten so gut aussah am ende. dass es fast perfekt ist für einen anfang.-
es kann jetzt weitergehen.


und das wünsche ich mir für 2012:




"...Und später sagte ich noch, ich möcht'
verstehen, viel sehen, erfahren, bewahren,
und später sagte ich noch, ich möcht'
nicht allein sein, und doch frei sein.
(...)
Für mich soll's rote Rosen regnen,
mir sollten ganz neue Wunder begegnen.
Mich fern vom alten Neu entfalten,
von dem was erwartet, das meiste halten.
Ich will..., Ich will...!"


ich wünsche euch einen guten rutsch ihr lieben!! und ein zauberschönes 2012!!

Mittwoch, 28. Dezember 2011

zwischen den jahren.

zwischen neuen ideen, eine neue aussicht genießen.
nicht mehr zwischen den stühlen sitzen. nur noch darüber schreiben. alles aufschreiben. wegschreiben.
wieder aufgeregt sein können, wollen und dürfen.
dabei nachdenken über die letzten jahre. die letzten zwischentage.
über wünsche und neuanfänge und ängste und das alles.
und feststellen, dass es selten so gut aussah am ende.
dass es fast perfekt ist für einen anfang.


Mittwoch, 21. Dezember 2011

irgendwann? nein, jetzt.

es ist genau jetzt gut. nicht irgendwann. kein berg mehr vor dir. kein "nur noch das..", "nur noch ein wenig durchhalten...zähne zusammenbeißen..".
nein, jetzt.
alles dreht sich, so seltsam, so neu ist das gefühl. und das genau zu dem zeitpunkt, an dem sich alles ändert. das neue jahr ist in greifbarer nähe.
das leben schreibt manchmal die besten episoden. nein, eigentlich immer.



menschen treffen, die genau die gleichen gedanken denken. die irgendwie ganz anders sind und doch genau wie du. menschen, die träume haben. und es kann noch so viel passieren.
"es ist ja unsere geschichte..."
listen schreiben von den dingen, die du mitnimmst. mitgenommen hast.
und eine kiste bauen für die dinge, die du hier lässt, im alten jahr.
du bereitest dich vor.
auf deinem schreibtisch stehen freiheitsblumen, deine tasche ist gepackt, die stiefel sind geschnürt und du freust dich.
mehr nicht. aber auch nicht weniger. und das ist doch schon ganz schön viel.

Sonntag, 18. Dezember 2011

Samstag, 17. Dezember 2011

über den wolken. auf dem weg nach lyon.



nicht stehen bleiben,
in diesen schnellen zeiten. tasche packen, losreis(s)en.
den alltag hinter sich lassen, die stadt, die entscheidungen.
und dann fliegen und schweben und nicht nachdenken.
die freiheit muss wohl grenzenlos sein. nur weiß, nur watte, nur wir.

und dann eintauchen in ein lichtermeer, in alte straßen und leuchtende bäume. über brücken tanzen, an der einen hand die kamera, an der anderen dich.




und manchmal tut es so gut, nur einzelne worte zu verstehen.

Freitag, 16. Dezember 2011

frei sein. ♥

vor dem spiegel stehen und sich zuprosten.
weil man sich wieder erkennt.
weil man sich wieder spürt.
und weil man ein bisschen stolz ist. auf sich. die eigenen fähigkeiten. und weil man das mit den eigenen grenzen dann doch irgendwie gelernt hat. nach all den jahren kann man ganz gut auf sich aufpassen. man schafft das aber nicht immer alleine.
with a little help from my friends.
angefüllt mit dankbarkeit.


"nein" sagen und glücklich damit sein. sich dafür manchmal selbst auf die schulter klopfen. darf man auch mal.
sich umdrehen. und jetzt in diesem moment wieder frei sein.
und schweben.
endlich. endlich. wirklich.

Montag, 12. Dezember 2011

merci marie.

wir laufen durch mehrere städte, in einer stadt.
eine stadt, alt und neu, zwischen zwei flüssen, mit vielen brücken, bergen und tälern. kleine gassen und hinterhöfe wechseln sich mit großen plätzen ab. alle lächeln. die stadt auch. auf den pfaden von saint-exupéry wandeln und sich selbst mal wieder ein bisschen vergessen.
es wird dunkel und an einem alten theater wird flipper gespielt, uns begegnet ein lebensgroßer elefant mitten in der stadt. dort drüben galoppieren pferde über plätze und häuser, eine kirche wird in all ihren einzelheiten erleuchtet. wunderbare musik überall. in einem innenhof schwebt, fast schon poetisch, papier in den nachthimmel. von weitem sehen wir die großen bunten luftballons mitten im schwarz.
die ganze stadt leuchtet und in manchen momenten kann man nur schwer zwischen traum und wirklichkeit unterscheiden.
ich bin verliebt.
lyon, ich komme wieder.










"Dabei hat die moderne Lichtshow durchaus historische Wurzeln: Seitdem Südfrankreich 1643 von der Pest heimgesucht wurde, hatte die Stadt sich dem Schutz der Jungfrau Maria anempfohlen und Bischöfe, Marktvögte wie Ständevertreter pilgerten jeweils am 8. September zur Kapelle Notre-Dame-de-Fourvière, um der Schutzpatronin Kerzen und Goldtaler zu opfern.

Als an dieser Stelle knapp 200 Jahre später eine Marienstatue errichtet werden soll, muss die Einweihung wegen einer Überflutung der Saône um vier Wochen verschoben werden; doch ausgerechnet auch an diesem Tag bricht ein Unwetter herein, die geplanten Festivitäten mit Feuerwerk und bengalischen Lichtern werden abgesagt.

Und dann, beinahe ein Wunder - am Abend des 8. Dezember beruhigt sich der Himmel - und voller Dankbarkeit entzünden die Lyoner Bürger Kerzen in ihren Fenstern und bescheren dem Festtag damit den nötigen Glanz."
(Quelle: Spiegel)

Mehr Infos zum Fête des Lumières...

Dienstag, 6. Dezember 2011

wolken.


die wolken ziehen schnell weiter. in diesen tagen. mit dir und mir. die autos rasen an wohnzimmerfenstern und sich wandelnden häuserfronten vorbei. die welt verändert sich. und wir schauen zu.
"ist das nicht immer schon so gewesen?" fragst du mich und nimmst meine hand.
wir gehen und fühlen und alles ist so still. zum ersten mal denke ich, dass es dieses jahr noch schnee geben könnte.

Mittwoch, 30. November 2011

es kann jetzt weitergehen.

es muss vor ungefähr einem jahr gewesen sein als ich mich der illusion hingab. ich dachte und fühlte und wünschte, dass das jetzt dieser eine zeitpunkt wäre. der moment, an dem sich alles ändern und zum guten wenden würde. dass nach drei jahren, in denen unglück und trauer und schmerz waren, jetzt endlich wieder das gute kommen würde. und zwar nur das. liebe und glück. erfolg auf ganzer linie. als belohnung quasi. der gerechte ausgleich zur wiederherstellung der balance. auf regen folgt sonnenschein. blabla.
und es geschah wirklich. es erfüllte sich. ich konnte mein glück nicht fassen. wollte nur die liebe festhalten. der rest würde von alleine kommen.


aber das leben wäre ja nicht das leben, wenn es so einfach wäre. so kurz gedacht. und so naiv. nein, das leben prüft erst, ob du das, was du erlebt hast, auch wirklich begriffen hast. es will wissen, ob du verinnerlicht hast, wer du geworden bist. ob auch in schweren situationen die stärke, die du erlangt hast, reicht.
das leben will sehen, ob du es nun wirklich in vollen zügen lebst und genießt. ob du was daraus machst. das schuldest du dir und ihm. und uns allen.
und jetzt, wo ich das weiß, ergibt das alles auf einmal einen sinn. es hat klick gemacht. noch mal. und immer wieder. ich kenne den weg. weiß, wo ich bin.



die kraft hat gereicht. ich habe auch das überlebt.
die liebe und das glück habe ich noch immer und der ganze rest wird von alleine kommen.

es kann jetzt weitergehen.


Tonight from fa56 on Vimeo.



"Watch my back so I make sure
You're right behind me as before"

Mittwoch, 23. November 2011

nebelbilder.

und wieder sitze ich hier und puzzle. stück für stück. suche teile. finde selbst die, die noch unter den kissen des alten sofas liegen. probiere aus, welche zusammenpassen, lege sie aneinander und schaue dem bild beim wachsen zu.
nach jedem puzzleteil, das passt, kann ich wieder ein bisschen freier atmen, fühle mich erleichtert.
und doch noch zu unsicher, um mich leise zu freuen, aber mein bauchgefühl ist wieder da, auch wenn ich es noch keinem verraten darf.
im nebel laufe ich nach hause. schmenhaft.
noch kann ich nicht sehen, was es am ende ergeben wird.

ich hoffe, es liegt am nebel.


Montag, 21. November 2011

"sobald die seele strampelt, schreit der körper wie ein kleinkind." clueso.

müde zeiten. lange momente.
"es ist alles gerade so anstrengend." hat sie gesagt. alle haben genickt. und auf den boden geschaut.

und jeden tag stehen wir auf und gehen raus. versuchen es aufs neue.
was ein mut und durchhaltevermögen.
wir bekommen visitenkarten, auf denen draufsteht, wer wir sind.
die suche kann enden. wir haben uns gefunden.
haben wir das? in der schönen neuen welt. in der schnellen.
wir reihen uns ein in oberbegriffe und beschreibungen. warum erfinden wir nicht neue?
"du schaffst das schon." "stell dich nicht so an." irgendwo zwischen motivation und drohung.
und was, wenn nicht?
wir verlieren uns zwischen all den päckchen, die wir zu tragen haben.

ich habe beschlossen, nur noch mit handgepäck zu reisen.
ich will mich wieder federleicht fühlen. schweben.
ohne ballast. mit kinderbeinen. und feenflügeln.



(bob dylan)

Mittwoch, 16. November 2011

diese tage sind zurück.

"Noch so'n paar Tage mehr, man ich schwör, dann platzt mir der Kopf
Immer nur funktionieren nach Regeln und Listen
Will in Mitten der Schnappschüsse mal das Leben erwischen" Casper. Auf und Davon.




sie werden uns nicht brechen. nicht beugen.
ihre ungerechtigkeit macht uns nicht schwach. ihr druck lässt uns nicht verstummen. sie können uns nicht den mund verbieten. sie können uns nicht den willen nehmen. wir haben schon alles überstanden, sind gefallen und wieder aufgestanden, haben dinge gesehen, deren namen sie nicht kennen.
diese tage sind zurück.
wir nehmen uns an den händen und halten fäuste in den herbsthimmel.


"Lieber gestanden arm sterben, als reich leben auf Knien." Casper. Michael X.



Casper - Michael X (Official Video) from red on Vimeo.

Sonntag, 13. November 2011

im herbst. eine notiz.

diese puzzleteile, die man manchmal findet. einfach so, auf dem weg.
und auch wenn man sie nicht mitnimmt, weiß man, dass es sie gibt.
immer geben wird. sie sind vorhanden.
wenn man irgendwann so viele hat, dass man dadurch ein bild erkennen kann, verändern sie dein leben. ein bisschen.




vielleicht sind sie es auch, die mich zusammenhalten.

Dienstag, 8. November 2011

herbst-zeitlose.



flatterhaft und unruhig. die altbekannte ruhelosigkeit. tausend fragen stoßen aneinander wie dominosteine.
keine ruhe. innerlich und äußerlich. ohren zu und durch.
die beine können nicht still liegen. die hände tippen. die brust pocht und zuckt.
nur noch ein paar wochen. immer nur noch.
und dann wieder von vorne?
irgendwo zwischen herbst und winter hängen.
den wind vermissen. und dich.

Samstag, 5. November 2011

punkte machen.


auf dem bett liegen, an die decke starren und fragen sortieren. minuten wie stunden. oder umgekehrt?
alle fragen nebeneinander legen in das große deckenrechteck, einordnen, kategorisieren.
wünsche und gefühle beiseite schieben. in klammern setzen. warteschleife.
kopf, bauch und die liebsten fragen. rat annehmen. fragen abhaken. ein paar. farbige antworten schreiben.
die angst als nervosität erkennen und sich darüber freuen.
sich dann endlich wieder umdrehen können, denn himmel sehen und punkte machen.

Dienstag, 1. November 2011

roll for your life.



der erste tag.
im november. der erste tag der neuen zeit.
endlich mal wieder schreiben ohne uhr, pläne schmieden und gedanken machen. frei sein. ideen sammeln und den herbst genießen. schöner denn je. wir wehen durch das laub und all die träume.
durch zeitungsartikel und geschichten kramen. spazieren gehen. herbstluft einatmen.



ich stelle meine kaffeetasse ab und atme aus.

Dienstag, 25. Oktober 2011

federwelten.


die letzten 3 jahren revue passieren lassen. auch die dinge, die man schon beim ersten mal nicht erleben wollte. noch mal. immer wieder. auf repeat.
wenn auch nur in gedanken, ist das körperliche anstrengung pur.
wie ein marathon und die tour de france auf einmal.
sich wundern über die sachen, die man überlebt hat. man ist zwar gefallen, aber immer wieder aufgestanden. durchs ziel gekommen. egal wie.
ironman finisher quasi.
bewundernd den kopf schütteln über die tatsache, dass wir heute hier sind.
du und ich.
atmend, lachend und mit nichts als ein paar narben an den knien.


Dienstag, 18. Oktober 2011

wir ziehen weiter.


ein sturm zieht auf. der regen kommt wieder und der geliebte wind.
wir ziehen weiter.
wenn man nur noch wenig interesse an diesen tagen hat.
wenn das schlimmste, was passieren könnte, dann irgendwie doch das beste wäre.
auf alles vorbereitet sein. und so viel übung darin haben.
all die kräne in der stadt als wahrzeichen sehen. unsere denkmäler.
schon jetzt den ersten tag herbeisehnen. endlich heimkehren.
dem neuen jahr eine neue farbe geben. einfach mal so.
eine neue idee von etwas haben. sich trauen. und nie, nie geht es darum anzukommen.
nach all den ausgesprochenen sätzen, den leise gedachten gedanken, nun auch taten folgen lassen.
"bald" sagen und tage zählen.

der panther.



"sein blick ist vom vorübergehn der stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
ihm ist, als ob es tausend stäbe gäbe
und hinter tausend stäben keine welt.

der weiche gang geschmeidig starker schritte,
der sich im allerkleinsten kreise dreht,
ist wie ein tanz von kraft um eine mitte,
in der betäubt ein großer wille steht.

nur manchmal schiebt der vorhang der pupille
sich lautlos auf -. dann geht ein bild hinein,
geht durch der glieder angespannte stille -
und hört im herzen auf zu sein."

-rainer maria rilke, 6.11.1902, paris-

Sonntag, 16. Oktober 2011

without fear.



in der geschichte spazieren gehen und die zukunft vor augen haben.
die letzten sonnenstrahlen einatmen.
die kalte luft macht den kopf frei, nur die augen tränen ein bisschen.
der brustkorb ist angespannt. noch ein wenig durchhalten.
den eigenen panzer stärken. das schutzschild bereithalten.
noch 2 wochen. 14 tage. bis zum nächsten level. wieder ein neuer abschnitt. hoffnung mit einer schleife drum.
nach hause kommen, ins warme und sich das erste mal winterlich-gemütlich fühlen.
und es mögen. sehr sogar.

Freitag, 14. Oktober 2011

kennst du das?


wenn das sonnenlicht im genau richtigen winkel steht.
jede deiner wimpern ist ein sonnenstrahl. bei jedem blinzeln glitzert die welt.
und das herz schlägt im takt der musik. die aus unseren köpfen.
und alles stimmt.
haut an haut. gedanken an gedanken.
glück im bauch.

Dienstag, 11. Oktober 2011

und zwischen all den blättern sitzt ein spatz.



und mit dem herbst kommt das alles wieder. mit dem laub, den kastanien und dem wind.
es ist ein bisschen, als hätte man einen unsichtbaren rucksack. man vergisst es manchmal, spürt es kaum und dann kommt auf einmal ein berg oder man will hüpfen und dann merkt man es wieder.
die last auf den schultern. das schwere gepäck.
"wann es wieder normal wird" fragt man mich.
jeden tag damit rechnen und wissen, dass es vielleicht nie soweit sein wird. wie könnte es auch?
spatz hat er oft zu mir gesagt.
und dann wieder stolpert man über diese dinge. einzelne, plötzliche momente. abende, nächte.
und trotz der nächtlichen spaziergänge, gedanken und obwohl man weiß, dass man das alles auch alleine schafft, ist es gut zu wissen, dass man da gemeinsam steht. und geht
.



ich verstehe jedes wort, was sie sagt.
und wieder schlafen wir ein. zu den regenkonzerten der welt da draußen.

Freitag, 7. Oktober 2011

entspann dich baby.



mal wieder klarkommen. runterkommen.
laufen und laufen und versuchen dabei anzuhalten.
ja?
durchatmen und schauen wer da vor einem steht.
realisieren. sacken lassen. vertrauen.
du kannst. du darfst.
entspann dich baby.
wir brauchen wieder seifenblasen-wunder-tage.

Dienstag, 4. Oktober 2011

jetzt&hier.

und dann bin ich wieder über die "was-wäre-wenn-zukunft" gestolpert. die, die immer hinter den stuhllehnen lauert, an die man sich gerade zufrieden anlehnen wollte.



als würde alles sacken
ankommen
wenn man sich zurücklehnt und erschreckt
vor dem, was man sieht
fühlt, schluckt, spürt
bis in die fußzehen, haarspitzen und ganz hinten in der brust
und immer immer wieder
glaubt man
hofft man
weiß man
das jetzt alles gut ist
wirklich
es bleibt
diesmal bleibt es

und man sieht sein glück
nimmt es auf
momentaufnahmen
und kann es halten
bis die fotos ganz verblichen sind
das wünscht man sich

diesmal bleibt es.

Sonntag, 2. Oktober 2011

was übrig bleibt.



letzte abende, letzte dämmerungen.
mit farben, die man sich am liebsten ins gedächtnis tätowieren lassen würde, um sie nicht zu vergessen.
weil sie so wichtig sind in diesen tagen.
mit zwei farbtönen dunkler, den worten aus 3 büchern mehr im kopf und einem ganzen rucksack voll stärke, zuversicht und rosmarin werden wir uns auf den rückweg machen.

die sorgen sind ein bisschen kleiner und die vorfreude ein bisschen größer. sieg nach punkten.
morgen an der rehling stehen und noch einmal lange seufzen. du wirst mir so fehlen.




der wind trägt sie hinaus, die wellen bringen sie zurück
die gedanken liegen im sand, breiten sich aus, nehmen farbe an
ich werde sie mitnehmen, einpacken und schauen
ob sie in der stadt, auf der anderen seite des universums noch genauso aussehen

Freitag, 30. September 2011

come away with me.


immer wenn ich diese musik höre, muss ich an das zimmer denken, in dem ich eigentlich nie gewohnt habe. ich war nur anwesend. diese zeiten, die so unbeschwert waren und doch soweit von glück entfernt. es war nichts ganz da. vielleicht war es deshalb so einfach.
wie weit ich damals noch weg war. von hier.
zwischenzeiten. "die guten alten".
und wir haben unsere lieder gesungen.
jauchzend und lachend.
nachts in den straßen der stadt.

in den gläsern deiner sonnenbrille spiegeln sich all meine sehnsüchte


ich drehe mich langsam um und die große weiße wolke ist verschwunden.
die kleinere, die zurückgeblieben ist, sieht aus wie ein schiff mit zwei gesetzten segeln. oder wie ein sehr, sehr großer raubvogel.
alles leuchtet und ich grabe meine füße in den warmen sand. das kleine, lockenköpfige mädchen singt laut.
orte, an denen man bleiben möchte.



wie kann es sein, dass nur 3 flugstunden entfernt, eine andere zeitrechnung gilt?
eine andere geschwindigkeit.
paralleluniversum hat es der mann genannt. ich denke, die erklärung kommt dem am nächsten.
es gibt so viel weniger schlechtes.
so vieles ist egal. und so viel anderes wichtiger.

-du hast immer die freiheit zu gehen.-

Mittwoch, 28. September 2011

alles liegt noch vor uns. das hier ist erst der anfang.


alles liegt noch vor uns. das hier ist erst der anfang.


warum fühlen wir uns mit ende zwanzig, anfang dreißig schon so alt? warum denken wir, das beste wäre vorbei? alles fühlt sich festgefahren an, bei jeder entscheidung tun wir so, als wäre sie endgültig. wir hadern und zweifeln und klammern uns verzweifelt an den versuch, nicht alt zu werden. nicht alt zu wirken. bloß nicht ruhig und spießig werden. das wäre das ende.

dabei liegt doch alles noch vor uns. das hier ist erst der anfang.
wenn wir dann irgendwann unseren kindern erzählen, wie wir damals hier saßen. mama und papa, ganz jung. dann werden wir zurückblicken und wissen, das noch alles vor uns lag. und noch immer liegt.

und wenn dann unsere kinder irgendwann kinder bekommen und wir enkel, selbst dann ist es nicht vorbei. es ändert sich nur. auf den alten folgt ein neuer abschnitt.

und immer wieder ist das hier erst der anfang.

when i was young
my faith was so much stronger then
i believed in fellow men
and i was so much older then
when i was young
-the animals-

Dienstag, 27. September 2011

und dann endlich.

und hier an diesem ort, an dem alles so schön, leicht und fast schon erschreckend ruhig ist, an dem vergangenheit und zukunft die gegenwart bilden und die geschichten zusammenlaufen, wird klar, wie erschöpft wir sind, wie wenig von der stärke übrig ist.
wie lange wäre es noch gut gegangen?
und wieder die erkenntnis, dass man manchmal wegfahren muss, um sich selbst wieder näher zu kommen, um die dinge so sehen zu können, wie sie sind. um ihre wichtigkeit zu begreifen.
versprichst du mir, dass wir uns immer daran erinnern werden?


Montag, 26. September 2011

14.09. wir dürfen nicht die welt vergessen.

warum lassen wir ihn uns so leicht austreiben? verbieten? er kommt uns abhanden und wir bemerken es kaum.
der gute widerstand. die empörung. die auflehnung gegen stärkere. für die schwachen. gut gegen böse.

als kinder kämpfen wir noch für das, was wir wollen. für die dinge, an die wir glauben. wir sind trotzig und frech. werfen uns auf den boden. vielleicht nicht immer richtig und sinnvoll, aber wir stehen dafür ein.

in der jugend erblüht er dann, der widerstand. sturm und drang. mit aller leidenschaft. nun wissen wir, wofür wir kämpfen. und das mit haut und haar. wir geben nicht auf. und leiden mit der welt. doch oft werden unsere stimmen nicht ernst und wahrgenommen.

und dann sind wir erwachsen, haben manchmal sogar geld und macht. wir könnten die welt verändern oder wenigstens bewegen, aber wir werden genügsam, feige und vernünftig. wir lassen von anderen über unser leben bestimmen, beugen uns und fügen uns ein in das system, ohne es noch zu hinterfragen. wir denken und tippen und atmen im gleichtakt. wir geben klein bei und lassen uns vom alltag verführen. mit all seinen vielen nebensächlichkeiten und kleinen problemen. vielleicht sind auch große dazwischen und sogar glück.
aber wir dürfen doch nicht das große ganze vergessen, die freiheit und die gerechtigkeit. die dinge, für die es sich immer zu kämpfen lohnt.
wir dürfen nicht die welt vergessen, sonst vergessen wir irgendwann auch uns.


"und so rufen wir weiterhin auf zu einem wirklichen, friedlichen aufstand gegen die massenkommunikationsmittel, die unserer jugend keine andere perspektive bieten als den massenkonsum, die verachtung der schwächsten und der kultur, den allgemeinen gedächtnisschwund und die maßlose konkurrenz aller gegen alle." stéphane hessel. empört euch.

Sonntag, 25. September 2011

ich ging raus und da war auf einmal herbst.

der tag, an dem ich meine erste kastanie fand, war der gleiche, an dem ich morgens noch am meer gestanden hatte.
rückblick. 13.09.

merken, wie es nach all den jahren, unzähligen alltagsdramen und tagesfluchten schwerer geworden ist, anzukommen. loszulassen. (hier) zu sein. das türkisblaue wasser, der sand unter den füßen und der piniengeruch machen es so leicht.
und doch bleibt diese unruhe, die innere, das gehetzt sein und das müssen und sollen.
nicht mehr so leicht abzuschütteln.
erschreckend wie sehr man zusammenwächst. mit dem alltag.


und zwischen all dem weiß und blau meldet sich eine sehnsucht zurück, diese art, die ganz tief sitzt. fragen formen sich, nehmen gestalt an und sind wieder verschwunden, kurz bevor man sie stellen kann.
was ich wissen will?
wie es wäre jeden morgen hier aufzuwachen? ob das meer mir auch nach vielen jahren diese art von glück geben könnte? wie mein, nein unser, haus aussehen würde? und ob es dieses ankommen wäre, was wir uns davon erhoffen? ob der alltag auch hier irgendwann so grausam wäre, wenn nur genug zeit durch die pinienwälder gerauscht wäre? aber vor allem und unbedingt will ich wissen, ob wir tatsächlich irgendwann gehen werden?


meine finger riechen nach orangen und meine haut schmeckt nach salz.
ich war in den letzten jahren selten soweit davon entfernt, unglücklich zu sein.

Donnerstag, 22. September 2011

psst.



nach 9 tagen in der herzheimat, im paradies, oder auch paralleluniversum, und einem kleinen, kurzen "ibiza-deutsche-touristen-kulturschock" wieder ankommen. es zumindest versuchen.
die tür aufschließen mit wehmut und vorfreude gleichzeitig. weil man weiß, dass dahinter etwas fehlt. aber auch etwas neues kommt. überforderung mit übermüdung. und dann ist auch noch der papst in berlin.
psst. ganz leise und langsam.
erstmal zurücklehnen. barfuß laufen. die sonnencreme noch zwei weitere tage benutzen. weil es doch so schön war.
noch ein bisschen weiter urlaub machen. im kopf.
bevor wir dann wieder zurück müssen.