new york.

"new york war ein unerschöpflicher raum, ein labyrinth von endlosen schritten..." paul auster.

day one.
die hitze flirrt über der stadt. die straßen sind voll und schnell. trotzdem hat man das gefühl, dass die uhren sich hier im sommer langsamer drehen. wir haben unser erstes hotel-frühstück hinter uns gebracht. bagels, creamcheese, süßzeug und dünner kaffee. ok.
wir wohnen sowas von mittendrin. mehr geht nicht. also dann spaziergang zum madison square park, pause, weiter zum union square park, pause. es ist heiß. weiter zu einer fußballkneipe. ja, es gibt auch hier public viewing. und auch hier ist es voll. also stehend den 4:0 sieg von spanien sehen.
dann noch mal in den union square park setzen und gucken und sitzen und gucken. der heimweg dann mit riesigem umweg: die park avenue hoch bis zur grand central station und über den times square wieder zurück "nach hause". hatte ich schon erwähnt, dass wir mittendrin wohnen? salat und sandwiches im gemütlichen hotelbett. es ist 20:30uhr und wir sind müde. fix und fertig. all die eindrücke, die hitze, die menschen. gute nacht.




hinter tausend spiegeln eine welt. day two.
man sagt, dass wenn man mit dem flugzeug reist, die seele länger braucht als der körper, bis sie an dem neuen ort angekommen ist.
wir sind langsam vollständig. und trotzdem erscheint alles ein wenig traumartig. als würde permanent ein mensch mit einer fototapete neben uns herlaufen. die wolken, die häuser und bäume, die sich in unendlich hohen wolkenkratzern spiegeln.
nach dem frühstück haben wir uns heute auf den weg nach uptown gemacht. die avenue of the americas hoch bis zum bryant park (wunderschön!) und dann rüber auf die 5th avenue. dort waren wir als erstes in der new york public library. so schön, so erholsam und so beeindruckend.
dann weiter (mit shopping-zwischenstopps) zum central park. einer meiner lieblingsorte. wiesen, wälder, seen und am horizont hochhausspitzen. wir waren im zoo und im 4d kino. dann spazierengehen, auftanken, auf der wiese liegen. blauer himmel, iced coffee und wolkenkratzer.
bis abends den park genießen und auf der 8th avenue zurück zum hotel.
fußweh, müde, salat, regenerieren und auf morgen freuen.






come away with me. day three.
nach dem frühstück sind wir zum eingang des highline parks gelaufen. auf den alten bahntrassen gings dann entlang bis zum meatpacking district. so ein toller park, tolle idee. danach erstmal mit cupcakes aus der magnolia bakery stärken. dann die bleecker street entlang. durch soho, greenwich bis nach little italy. wir laufen und laufen und laufen und schauen. der iced coffee läuft unsere kehlen herunter und erfrischt uns für millisekunden. so fühlt sich also sommer an. ich hatte es vergessen. fast.
erschöpft ins hotel. ausruhen, duschen und wieder in den central park. auf der summer stage sind den ganzen sommer über konzerte. heute spielt norah jones. wir haben keine tickets, aber es ist ja open air. also machen wir es wie auch noch einige hundert andere und setzen uns auf eine bank unmittelbar an der summer stage und hören zu. come away with me und langsam geht die sonne im central park unter. wir zählen glühwürmchen und laufen im dunkeln nach hause.








"brooklyn is the coolest city on the planet." day four.
nach dem frühstück, spontaner shoppinganfall. passiert.
dann nach brooklyn, williamsburg. die bedford avenue entlang. toll, alternativ, schöne cafés, viel ruhiger.
wir mögen orte, die uns an zuhause erinnern.
und immer weiter die bedford avenue entlang durchs jüdische viertel. wie eine andere welt. ein anderes new york.
so heiß, so weit. also ein stück mit der subway bis zur flushing avenue. zu fuß dann weiter bis nach DUMBO. in einem deli super lecker organisch gegessen. bisher das beste essen in new york. zur stärkung noch einen frischen saft und dann in den brooklyn bridge park. die aussicht genossen.
anschließend mit der east river ferry bis nach midtown gefahren. tolle fahrt, tolle kulisse. alles aus einer anderen perspektive sehen. und für 4 dollar eine super alternative zur subway.
dann ins hotel und um 20:30uhr noch mal vor die "haustür" zum herald square, das feuerwerk zum 4.juli angucken.








non, je ne regrette rien...
...und the girl from ipanema. die musikauswahl ist so großartig wie fehl am platze, in diesem komisch grünen frühstückssaal, der angefüllt ist mit alterslosen koreanern, deutschen, die man schon von weitem an ihrer kleidung und ihren frisuren erkennt, und einigen spaniern. ich habe muskelkater. new york ist anstrengend und großartig. "if i can make it there, i'll make it anywhere..." das wird ganz deutlich in diesen heißen tagen.
irgendwann mitten im sommer, irgendwo mitten in new york.

fuck fear. day five.
der große tätowierte mann mit den grauen haaren sitzt uns gegenüber. er trägt einen totenkopfring und hat riesengroß "fuck fear" auf den unteram tätowiert. guter abschluss eines ereignisreichen tages.
gestartet in little italy, dann durch china town. nur laufen und gucken und da sein. die hitze spüren.
in der nähe des world trade center areals die erste lange pause. gespräche über amerika.
weiter zu den neuen türmen. irgendwie noch immer bedrückend. irgendwie faszinierend. eine riesige baustelle.
nächste lange pause mit iced coffee und gesprächen über die wall street.
also weiter zur wall street und zum battery park.
und dann zur staten island ferry. 30 minuten hin, 30 minuten new york aus der ferne sehen und am ufer sitzen und 30 minuten zurück.
da ist sie also die statue of liberty. "gebt mir eure müden, eure armen, eure niedergedrückten massen, die sich danach sehnen frei zu atmen." steht an ihrem sockel.
viel gesehen, viel gemacht. zeit heimzufahren. fuck fear.






coney island. meer sehen. day six.
wenn man tagelang durch new yorks häuserschluchten wandert und großstadtluft atmet, vergisst man schnell, dass new york mal ein badeort war. eigentlich einer ist.
also ging es heute mit der express subway q direkt bis nach coney island. 40 minuten subway fahren und am meer sein. wow.
der lange boardwalk, der alte, neue vergnügungspark, ein laaaaanger strand und der atlantik. genau das, was wir brauchen. in der sonne liegen und im kalten atlantik baden. sonst nichts.
am späten nachmittag zurück. kurz duschen und dann zum whole foods market. tollster supermarkt der welt. leckeres und ausgefallenes bio-essen und so viel auswahl, dass ich zunächst mit offenem mund 15 minuten vor den regalen stehe.
haben uns leckeres abendessen gekauft und sind zurück ins hotel.






w is for williamsburg. markttag. day seven.
nach dem frühstück direkt nach williamsburg, bedford avenue. toller bezirk. ein bisschen wie berlin, aber eben auch ganz anders.
tolle cafés, läden und menschen. und märkte!!!
waren als erstes auf einem indoor künstler-handmade-markt. sehr, sehr toll. habe mir schmuck gekauft.
dann gings weiter zum smorgasburg food market. soooooo viel leckeres essen. fast alles organisch und regional. haben die wohl leckersten falafel mit pita und tabouleh gegessen und selbstgemachte limonade getrunken.
es gibt in new york nicht überall gesundes, gutes essen. aber wenn es welches gibt, dann ausgefallener und besser als bei uns. und immer gibt es eine riesige auswahl.
und weiter zum nächsten flohmarkt - fort greene market. auch toll. tolle sachen gefunden und leckeres schokoeis mit minze gegessen.
danach gings zum dekalb market, ein festinstallierter markt mit kleinen buden, die als läden dienen. toll. und leckeren frozen yogurt mit frischen erdbeeren gabs auch.
wer handmade-sachen und flohmärkte mag, sollte unbedingt diese märkte besuchen.
vom dekalb market war es dann nur ein katzensprung zum brooklyn bride park. toller spaziergang über die brücke zurück nach manhattan.
wieder abendessen bei whole foods geholt und ins hotel.
um 23uhr dann zum empire state building. (nein, man muss kein express-ticket bei den straßenverkäufern kaufen!!)
wir waren auch so nach 30 minuten oben und konnten standesgemäß in den geburtstag reinfeiern.
so eine schöne, atemberaubende aussicht!







der mann hat geburtstag. day eight.
geburtstage müssen mit frühstück im bett starten. auch in new york. ist klar.
rumtrödeln und gemütlich sein.
dann ein paar schöne sachen kaufen.
und anschließend in den central park. leckeres mittagessen und dann auf ne wiese legen. luft holen, durchatmen, genießen.
nach einem schönen spaziergang dann ins kino. savages. merke: es gibt keine sitzplatzreservierung, will heißen, wenn man genau pünktlich zum film kommt, schaut man aus der ersten reihe. :)
trotzdem cooler film.





imagine. day nine.
vorletzter tag, irgendwie auch der letzte richtige. schade. es ging so schnell.
nach einem spaziergang die 5th avenue hoch und einen zwischenstopp bei barnes&noble waren wir im moma.
tolle ausstellungen, tolle architektur, toller garten. genauso beeindruckend, wie ich es in erinnerung hatte.
3 stunden besuch, dann eine stärkung und bagel-pause.
und wieder in den central park. rumliegen, spazieren gehen, entspannen.
waren dann noch am dakota building, in dem john lennon mit yoko ono gewohnt hat und vor dem er erschossen wurde. nicht weit davon im central park, gibt es eine inschrift im boden: imagine.
danach haben wir uns wieder leckeres abendessen im whole foods market geholt und sind zum bryant park gefahren. dort findet im sommer das hbo film festival statt. umsonst und draußen. alter film, großartige kulisse und sehr voll. aber ein besuch lohnt sich.
dann in der leuchtenden stadt nach hause gelaufen und langsam leise leb wohl gesagt.
gute nacht new york, du wirst mir fehlen.










"mit worten werde ich new york nie erfassen..." simone de beauvoir.

adressen:

brooklyn

dekalb market
138 willoughby street at flatbush avenue

the rabbithole (café)
323 bedford avenue (-> die ganze bedford avenue)
williamsburg

fort greene fleamarket
176 lafayette avenue
saturday 10-5

smorgasburg food market
east river waterfront
williamsburg
saturday 10-5

brooklyn bridge park&DUMBO

manhattan

union square park
e 14th street
dort gibt es montags und freitags auch einen tollen wochenmarkt

whole foods market
columbus circle
10 columbus circle
 oder
union square
4 union square south

highline park
es gibt verschiedene zugänge.
alle infos auf der homepage.

moma
11 west 53rd street

staten island ferry (kostenlos)
fährt vom battery park aus

magnolia bakery
401 bleecker street