Freitag, 9. September 2011

sein.

es noch gar nicht ganz glauben können. so viel freiheit auf einmal.
einfach über einem ausgeschüttet.
die freiheit läuft langsam über die nase und tropft an einem herunter.
und jetzt?
freuen. hüpfen. tanzen. einmal kurz ganz laut schreien. dann seufzen.
im kreis drehen, ein bisschen kichern. sommerkleider anziehen, trotz herbstwetter.
die ganze welt umarmen. ein bisschen.
die gepackte tasche steht bereit.
und losgehen.
rausgehen.
raus sein.
sein.

Dienstag, 6. September 2011

"diese tage sind so fern von allem."



und obwohl man experte ist, profi im abschied nehmen, will man das manchmal nicht.
weil man sich das nicht vorstellen kann. ohne einander.
weil man doch die gleichen gedanken teilt, im selben takt atmet und manchmal zusammen barfuß tanzt.
man will rufen "geh nicht", aber man hält sich zurück.
weil man weiß, dass man so etwas nicht darf.
weil man manchmal menschen gehen lassen muss.
das hat dann meistens etwas mit liebe zu tun. oder mit glück. oder mit beidem.
und man weiß und fühlt, dass das gut so ist.
und auch wenn man weiß, dass da etwas fehlen wird. was ganz großes, weiß man auch, dass es kein abschied ohne wiedersehen ist.

es ist nicht vorbei, es ändert sich nur.


GISBERT ZU KNYPHAUSEN 'Kräne' from TV Noir on Vimeo.

Sonntag, 4. September 2011

it´s all good.

es ist seltsam wie man immer wieder an diese punkte kommt. aus den unterschiedlichsten gründen, an den unterschiedlichsten stellen. diese punkte, an denen man entscheidungen trifft, sich positioniert und ein bisschen mehr die person stärkt, die man ist. die man glaubt zu sein. oder die man gerne wäre. denn es ist ja immer eine mischung aus allem.
und dann geht es immer weiter. weil das leben immer weiter geht. weil manche geschichten schon sehr lange erzählt werden und andere dinge sich manchmal wirklich nicht ändern.



und dann kann es sein, dass man nach vielen jahren, noch mehr menschen und ein paar städten dazwischen, dort ankommt, von wo aus man losgelaufen ist.
wie man das alles finden soll, was es auslöst und anrichtet, in einem selbst und den anderen, wird erst sehr viel später greifbar sein. man muss nur wissen, ob man gemeinsam eine neue geschichte schreiben will. parallel zu allen anderen, die es schon gibt. und wenn man sich einig ist und wirklich daran glaubt, dann wird aus all den punkten irgendwann glück.



"Glück malt man mit Punkten, Unglück mit Strichen", sagte sie. "Du musst, wenn du unser Glück beschreiben willst, ganz viele kleine Punkte machen wie Seurat. Und dass es Glück war, wird man erst aus der Distanz sehen." Peter Stamm. Agnes. S. 68

Mittwoch, 31. August 2011

ich spanne meine flügel aus...



es ist fast nacht. fast september.
ich bin stabil. hab überlebt. bin aufgewacht und habs gemerkt.
kann wieder mit geschlossenen augen auf einem bein stehen und habe dabei immer festen boden unter mir.
sogar bei wind und regen. und starkem seegang.
und nicht nur das. ich habe auch netz und doppelten boden. schutzengel und sicherheitsleute, die auf abruf bereit stehen.
falls...
dieses aufrichten und fest werden, stark und groß, habe ich in den letzten monaten gar nicht bemerkt.
war zu sehr mit den steinen beschäftigt, über die ich geklettert bin.
und auf einmal kann ich wieder da sein. die schulter zum ausweinen, zum stützen.
kann für andere kämpfen und sauer sein.
und habe mein lachen wieder.

und jetzt mit all den narben, der liebe, den erinnerungen und den träumen, sitze ich hier.
angekommen. wieder.

vielleicht.

vielleicht sind es die ansprüche, die man hat.. die hohen. an sich. an die anderen.
vielleicht ist es auch einfach so.
vielleicht gibt es nur eine handvoll menschen, die passen.
als freunde, begleiter, kollegen, lieben oder herzmenschen.
nur wenige, die in dein leben gehören. die deinen herzschlag verstehen. die in deinen augen sehen, ob du lachst und die wissen, wie dein bauch sich fühlt.
die für die gleichen dinge kämpfen, die gleichen träume haben und an all das glauben, was dich morgens aufstehen lässt.
vielleicht ist das so.
und vielleicht hat man davon schon ganz schön viele in seinem leben.
so viele, dass es für einen ganzen haufen glück reicht.
und der rest? das, worum es hier gerade geht?
vielleicht ist der trick, nicht daran zu verzweifeln
.



Dienstag, 30. August 2011

von der liebe.

...mein herz schlägt im bauch
so schwer ist es
kann es manchmal kaum tragen
weil man gründe vergisst
und sich wieder erinnert...

als würde einen das eigene ich von hinten links überholen.
einem zuwinken.
alles ins gedächtnis rufen.
von dem erzählen, was noch kommt.
im rennen. und fliegen.
diese großen veränderungen.
immer wieder.
angst haben.
und vorfreude.
abschiede und anfänge.

"puh" denken und zurücklehnen.


The Tallest Man On Earth - My Journey to the Sky from Yours Truly on Vimeo.


Dienstag, 23. August 2011

danke dafür. ♥

es gibt tage (gerne montage) die sind so puh/bäh/pfft, dass man im besten fall ein wahnsinns konzert bräuchte um das auszugleichen. leider kann man so was nicht planen.
wenn man einen solchen tag dann aber wirklich so beenden darf, nennt man das glück.
eine stunde durchtanzen, wegtanzen, freitanzen, bis der schweiß den rücken runterläuft und die musik dich trägt.
die ganze zeit lächeln, weil alles so schön ist. so gut tut. dieser mensch da vorne, der so krass positiv ist. umschauen und nur tanzende und lächelnde menschen sehen. sonst nichts.
ein bisschen laut singen und schreien. heimgehen, summend und tanzend.
und am nächsten tag aufwachen mit musik im bauch.
(mayer hawthorne, 22.08.2011 festsaal kreuzberg)

A Long Time - Mayer Hawthorne from MayerHawthorne on Vimeo.


diese woche...

...ist eigentlich gar nicht da. weil sie so voll ist. weil sie fliegt.
weil ich mir die eine hälfte weg wünsche. mit aller kraft.
drei kreuze und fünf sterne, wenn ich es abhaken kann. wieder ein mal.
dafür die andere hälfte um so mehr wollen.
sich slow motion und fast forward auf ein mal wünschen. von moment zu moment.
wissen, dass es endlich ist. und wieder feststellen, dass das nur positiv ist.




und der regen ist auch wieder da.

Sonntag, 21. August 2011

wir sind alle astronauten.

ich möchte euch heute meinen neuen blog ans herz legen.
"ich werde astronaut" heißt er und es geht um arbeiten und leben und glück.
diese themen sind immer wieder meine und ich schreibe und erzähle darüber.
also dachte ich, ich mache einen blog dazu. mit ganz vielen kurzinterviews und ab und zu auch texten, artikeln und berichten.
ich wüsste gerne, wer glücklich ist, mit dem was er macht.
und dafür hätte ich gerne ganz unterschiedliche personen.
den anfang machen gleich drei. und jeden sonntag wird ein weiterer astronaut folgen :)

http://ichwerdeastronaut.blogspot.com/




mitmachen könnt ihr natürlich auch:

-Vorname, Alter, Stadt
-Was wolltest du als Kind werden?
-Was ist dein Beruf?
-Wie viele Stunden arbeitest du/Woche?
-Bist du glücklich mit deiner Arbeit?
-Würdest du etwas anderes machen, wenn du die freie Wahl hättest?(Wenn ja, was?)
-Wie viel verdienst du monatlich?

und nen Foto hätte ich noch gerne. :) wenn jemand nich ganz drauf sein will, würde auch nur ein ausschnitt reichen oder z.b. irgendein gegenstand, der was mit der arbeit zu tun hat.
alles zusammen dann einfach an metz.alicia@googlemail.com
DANKE!!und ich freu mich auf alle astronauten...

also bitte lesen, teilen, weitererzählen und astronaut werden. ♥♥♥

Donnerstag, 18. August 2011

sommer.


wie wir da sitzen. am wasser.
wir halten grashalme in der hand und schauen unseren träumen zu.
alles glitzert.
wir fahren, rennen, tanzen durch die stadt.
hinterlassen fingerabdrücke an s-bahnfenstern.
fußabdrücke im heißen asphalt.
wir bleiben vor schaufenstern stehen und schauen unsere spiegelbilder an, hand in hand, die sonne im rücken.
eis ist so was wie glück im bauch. und ganz da hinten, da schwimmt ein kleines floß.